Backup auf USB-Stick über NAS (Network Attached Storage)

Montag, 27. Oktober 2008

In dem heutigen Tutorial möchte ich eine Alternative zu einem Bandlaufwerk für das automatische Backup von Netzwerkdaten vorstellen.

Für ein Netzwerk bietet sich eine NAS-Lösung (Network Attached Storage) an. Als Beispiel wurde die LinkStation Pro von Buffalo (LS-GL mit 500 GB) gewählt, diese lässt sich problemlos in ein Netzwerk integrieren.

Idee war, die auf dem NAS gesicherten Daten - bspw. 1 x Woche - automatisch auf einen USB-Stick zu sichern. Damit würde sich die Möglichkeit ergeben, auf Bänder zu verzichten, sofern der Datenbestand nicht zu groß ist.

Grundlage sind die Einstellungsmöglichkeiten mit dem (ganz frischen) Firmware-Update v1.15 (06.10.2008).

Zuvor sollte man praktischweise dem NAS einen Laufwerksbuchstaben zuordnen, am einfachsten geht das über ein Script (z.B. logon.cmd), welches beim Windows-Start automatisch geladen wird:

net use N: /delete

net use N: \192.168.0.70\share

Die IP-Adresse des NAS kann man über den Buffalo NAS Navigator oder über die Webeinstellungen vornehmen.

Da die mir vorliegene LinkStation nur die Dateisysteme FAT32, XFS oder EXT3 unterstützt und bei FAT32 laut HILFE-Anzeige nur 2 GB große Dateien ermöglicht, muss man erst einmal den USB-Stick formatieren, um auch große Dateien zu sichern. Das XFS-Dateisystem soll für seine Robustheit bekannt sein...

(Datenträgerverwaltung - Datenträgerformatierung)

und Dateigrößen von 8 EB (Exabyte = 10^18 Byte, zum Vergleich: Terabyte (TB) = 10^12, Gigabyte (GB) = 10^9) ermöglichen. Leider können die Dateien nur mit folgenden Betriebssystemen IRIX, Linux oder FreeBSD bzw. über den NAS in Windows gelesen werden. Ein direkter Zugriff auf die Daten des angeschlossenen USB-Stick an einem Windows PC funktioniert nicht.

Die Webeinstellungen der LinkStation ermöglicht ein zeitgesteuertes Datenträger-Backup auf ein USB-Stick oder eine an den NAS angeschlossene USB-Festplatte.

Nachfolgend ein Test für die Sicherung auf den USB-Stick.

(Datenträger-Backup)

Das Backup auf den USB-Stick hat funktioniert.

(Datenträger-Backup)

Die Testdatei wurde erfolgreich auf den USB-Stick übertragen.

Windows Explorer - Gesamtes Netzwerk - usbdisk1

(Windows Explorer)

Jetzt muss man nur noch (auf dem Server) "geplante Tasks" planen, die die Backup-Dateien auf dem NAS speichern und die gewünschten Dateien auf dem Stick übertragen. Man könnte theoretisch auch die Sicherung direkt auf dem USB-Stick durchführen, dies würde ich aber nicht empfehlen, da dann keine zusätzliche Sicherung auf dem NAS vorliegt.

Praktisch könnte man die Sicherung in der Nacht zum Freitag durchführen lassen und den USB-Stick (Stand Donnerstag) mit nach Hause nehmen und beruhigt das Wochenende genießen.

Laut der Produkt-Verpackung beherrscht die LinkStation Pro von Buffalo das planbare automatische Aus- und Einschalten, dies ist sehr nützlich, da im obigen Fall nur in der Nacht zum Freitag eine Sicherung durchgeführt wird und die übrige Zeit die Station ausgestellt werden könnte.

Nachfolgende Einstellung im Timer1 (es gibt insgesamt 3 Timer) startet den NAS jeden Freitag um 1:45 Uhr und fährt ihn um 6:30 Uhr wieder bis nächsten Freitag in den Ruhemodus (Fesplatte wird ausgeschaltet). Bei mir startet auf dem File-Server der geplante Task "Backup" am Freitag um 2:00, sodass der NAS gestartet sein müsste und das Backup bis 6:30 Uhr spätestens fertig sein sollte. So gegen 5 Uhr könnte man das Backup vom NAS auf den Stick übertragen lassen (s. Punkt zeitgesteuertes Datenträger-Backup).

(Wartung - Einrichten der Ruhezeit)

Bedindet sich der NAS im Ruhemodus und man möchte eine zusätzliche Sicherung durchführen oder auf die Daten des NAS zugreifen, muss man ihn erst wieder aus dem Ruhemodus holen.

Dies kann per Script-Aufruf im Browser erfolgen:

http://192.168.0.70/cgi-bin/resume.cgi

Mit nachfolgendem Aufruf wird er dann wieder in den Ruhemodus geschickt:

http://192.168.0.70/cgi-bin/standby.cgi